Wann ist eine 400V Stromversorgung unumgänglich?

Grundsätzliches zu 400V Drehstrom

 

Im Stromnetzt unterscheidet man zwischen 230V Wechselstrom und 400V Drehstrom. Der Unterschied dieser Stromarten ist, das Drehstrom aus drei Wechselströmen (L1, L2, L3) besteht. Diese sind um 120 Grad phasenverschoben.


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In der Netzstromzuleitung zum Haus - also die Zuleitung zum Sicherungskasten - liegen 3 Phasen und der s.g. Neutralleiter vor.
Die Spannung die jeweils zwischen zwei Phasen anliegt beträgt dabei 400V.

Bei den zwei Anschlüssen in gewöhnlichen Haushaltssteckdosen liegt eine der drei Phasen des am Hausanschluss ankommenden Drehstroms und der Neutralleiters an. Die dort anliegende Spannung beträgt 230V.

 

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Wann kommen 400V Drehstrom Aggregate zum Einsatz?

 

Elektromotoren benötigen für ihren Betrieb im Moment des Startes größere Energiemengen als im späteren Betrieb, wenn sie einmal in Bewegung sind.
Dieses Mehr an Energie wird Anlaufstrom genannt und kann auf unterschiedliche Weise zur Verfügung gestellt werden:

Bei kleineren, 230V Motoren kommen Kondensatoren zum Einsatz. Das sind elektrische Bauteile die in der Lage sind, Strom kurzfristig zu Speichern und zeitversetzt wieder ab zu geben.
Solchermaßen ausgestattete Motoren kommen im Haushalt Beispielsweise in Staubsaugern, Waschmaschinen, Mixmaschinen für die Küche, Handbohrmaschinen, Elektro-Rasenmähern oder Gartenpumpen vor, die mit 230V betrieben werden.

In Maschinen die sofort ein hohes Drehmoment benötigen, wie Beispielsweise Ständerbohrmaschinen, Dreh- oder Drechselbänken, Industrienähmaschinen etc. aus dem professionellen oder semiprofessionellen Bereich, werden 400V Drehstrommotoren als Antrieb verwendet.
Die hohe Anlaufleistung wird hier durch die Nutzung von 400V Drehstrom gewährleistet, da hier eine Überlastbarkeit eher Möglich ist.
Drehstromaggregate kommen daher bei der Versorgung von Maschinen mit hoher Leistungsaufnahme - ab ca. 2-2.5 kW und hohem Drehmoment der sofort zur Verfügung stehen muss, zum Einsatz.

 

Vor- und Nachteile von 400V Drehstromerzeugern

 

Eine Gegenüberstellung von Beispielsweise Drehstrom- gegenüber Wechselstrom Aggregaten ist kaum möglich, da beide Stromerzeuger meist für verschiedene Einsatzzwecke verwendet werden.
Außerdem sollte zur Beurteilung der Vor- und Nachteile immer das Duo von Verbraucher und Erzeuger betrachtet werden.

  • Ein Drehstromaggregat stellt sowohl 400V als auch 230V zur Verfügung. 
  • Der gleichzeitige Anschluss von 400V und 230V Verbrauchern ist jedoch nicht möglich.
  • Drehstromaggregate sind sehr effizient (Beispielsweise ist die Verlustleistung bei größerer Kabellänge geringer)
  • Es können Drehmomentstarke Motoren betrieben werden
  • Der Stromkreis ist sehr laststabil.
  • Die Beteiligten Bauteile sind langlebig (ein Kondensator kann Beispielsweise nicht ausfallen).
  • Drehstrom Aggregate sind schwerer und daher wenig mobil.
  • Beim Aufteilen und der unterschiedlichen Belastung der 3 Phasen entsteht eine Schieflast, die den Generator beschädigen kann.

 

Tags: 400V
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